von Julia Dippel
Der zweite Teil der Dilogie über Velvet und Kashmere ist auch unabhängig vom ersten Teil lesbar, aber man versteht mehr Hintergründe, wenn man auch den ersten Teil gelesen hat, dennoch ist es zum Verständnis nicht zwingend notwendig den ersten Teil gelesen zu haben. Der zweite Teil setzt zwar dort an, wo der erste aufhört, aber man versteht es auch so.
Es geht rasant weiter und durch das Spiel von Realität und Illusion weiß der Leser selbst eine Zeit lang nicht, was real ist und was nicht. Das macht es alles noch spannender und unvorhersehbarer. Da ohnehin schon vieles möglich ist durch Hexen, Dämonen, Göttersöhne etc. ist es kaum möglich, dass zu steigern und trotzdem gelingt es Julia Dippel sehr gut, ohne, dass es zu überdreht wirkt.
Schön finde ich auch die Götter und ihre Namen, denn sie passend und sofort verständlich. Jeder Gott hat seine Eigenheiten und spiegelt Dinge wieder, die in der Welt wichtig erscheinen. Es ist ein interessanter Weg, Gesellschaftskritik zu üben, ohne sie auszusprechen. Ich musste schmunzeln, aber habe auch über vieles nachgedacht, was bei der rasanten Entwicklung des Buches nicht immer einfach war. Denn ich wollte immer wissen, wie es weitergeht.
Das Buch ist so geschrieben, dass man zwar hofft, dass Velvet und Kashmere überleben und glücklich werden, doch, da nichts so ist, wie man es erwartet, ist zu keinem Zeitpunkt klar, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt. Man muss mit allem rechnen, auch, wenn es mich dann doch wieder überrascht.
Ich wünsche mir auch einen Monty und einen weiteren Teil.
Meine Rezension zu Teil 1 findet ihr hier:





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