von Lea Melcher

Eine interessante Idee, ein verzaubertes Cottage zu erfinden, dass die Gäste dazu bringt, sich zu verlieben und eine Frau dort einzuquartieren, die nicht an die Liebe glaubt. Die Geschichte beginnt gut und die Hörbuchstimmen sind sehr angenehmen. Die Geschichte ist aus Sich von beiden Hauptcharakteren erzählt und jeder hat seinen eigenen Sprecher bekommen. Das finde ich sehr gut und hilft ungemein, sich in die jeweilige Person hinzuversetzen und nach einer Pause sofort wieder zu wissen, bei wem man gerade ist.

Leider kann ich Poppy nicht ganz verstehen, obwohl ein Teil ihrer Familiengeschichte dargestellt ist, ist mir nicht so ganz klar, warum sie glaubt, dass jegliche Liebe nicht existiert. Auch ihre Handlungen während der Geschichte sind für mich nicht immer nachvollziehbar und widersprüchlich.  

Sowohl Poppy als auch August bleiben sehr oberflächliche Charaktere, obwohl sie sicher Tiefgang verdient hätten und es auch in der Geschichte angelegt ist.

Vielleicht, weil ich nicht so richtig mit den beiden warm geworden bin, ist die Liebesgeschichte für mich nicht so nachvollziehbar. Ich verstehe auch nicht, wieso sich Poppy einfach so auf den Plan von August einlassen sollte und warum er den Plan überhaupt vorschlägt.

Dennoch ist das Cottage ein schöner Ort, der zum Urlaub machen einlädt und wer eine seichte Geschichte sucht, über die er nicht viel nachdenken möchte, ist hier sicher richtig.


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