von Angelika Godau
Wie auch die anderen Bücher, die ich bisher von Angelika Dodau gelesen habe, hat auch dieses Wort viel Witz und sorgt für eine sehr gute Unterhaltung. Ein Mann über 90, der heimlich eine Kreuzfahrt mit seiner Frau plant, um dem harten Regime seiner Tochter zu entkommen, welches sie – seiner Meinung nach- in seinem eigenen Haus ausübt.
Das Besondere an diesem Buch ist jedoch, dass einer der Hauptcharaktere an Demenz erkrankt ist. Eine schwierige Krankheit sowohl für den Betroffenen, wie auch für sein ganzes Umfeld, aber auch für eine Autorin. Dennoch gelingt es der Autorin, die charakteristischen Krankheitsmerkmale aufzuzeigen, ohne eine Person ins Lächerliche zu ziehen oder zu verunglimpfen. Durch die Krankheit seiner Frau und seiner eigenen Sturheit gerät der Hauptprotagonist immer wieder in unterhaltsame Situationen, die ihm unangenehm sind, anderen jedoch gar nicht.
Das Buch zeigt auch auf, wie das Umfeld auf eine an Demenz erkrankte Person umgehen kann (sowohl positiv als auch negativ) und verdeutlicht damit, dass oft nicht die kranke Person das Problem darstellt.
Für mich ein sehr unterhaltsames Buch, dass aber auch zum Nachdenken anregt und zumindest mich dazu gebracht hat, einige Dinge noch einmal in einem anderen Licht zu sehen.






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