von Jane Austin
Wenn man historische Romane nicht gewohnt ist, muss man sich sicher zunächst an den Schreibstil und die Ausdrucksweise gewöhnen, doch für mich war dies nicht schwer und so gelang mir der Start in das Buch sehr gut. Wie bei vielen Büchern, die zu Berühmtheit gelangt sind, gibt es immer wieder Zitate oder Handlungsweisen, die bestimmten Figuren zugeschrieben waren und so war ich sehr neugierig darauf, ob dies wirklich stimmt oder ob es – wie so oft – nur Kommentare von Menschen sind, die das Buch nie gelesen haben.
Hier zeigt sich deutlich, wie tiefgründig der Roman ist und wie schön er durch die vier Schwestern, die nicht unterschiedlicher sein könnten, aufzeigt, welche Probleme junge Frauen zur damaligen Zeit hatten und. dass jeder Charakterzug anders beurteilt werden kann. Obwohl es sich um vier Schwestern handelt, werden auch diese von der Gesellschaft anders wahrgenommen und teilweise auf ihr Erbe reduziert.
Gerade durch Kitts und Lydia wird dieser Roman sehr unterhaltsam und nimmt den tiefgründigeren Themen etwas die Schwere, sodass man nicht in ein Loch fällt, aus dem man nur schwer herauskommt.
Besonders interessant ist auf jeden Fall Fitzwilliam Darcy. Sein Charakter ist sehr gut dargestellt und durch seine Handlungen, die eben nicht nach außen getragen werden, zeigt er, wie wichtig ein guter Charakter ist und dass man den Menschen eben nur bis vor die Stirn schauen kann und nicht dahinter. Dies trifft zwar auch auf Mr. Wickham zu, doch dieser wird nicht in der Art und Weise ausgearbeitet, dass man weiter hinter seine Fassade blicken kann. Es stellt sich nur heraus, dass nicht alles Gold ist, was glänzt.
Mit trockenem Humor spricht Jane Austin aus, was zur damaligen Zeit als wichtig angesehen wird. Doch einiges trifft auch heute noch zu.





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