von Nellie Weisz
Zunächst muss ich sagen, dass ich den Titel nicht passend finde und ich die ganze Zeit auf die richtige Katastrophe gewartet habe, die noch passiert. Das hat mich die ganze Zeit gestört, was wirklich schade ist, weil die Geschichte sonst wirklich schön ist.
Natürlich spielt das Katzensitten eine große Rolle und Romeo ist wirklich niedlich. Schön finde ich, dass es mal ein alter Kater ist, der eine Rolle spielt und kein Katzenbaby wie sonst gerne mal genommen wird. Es wird damit nämlich deutlich, dass auch Katzen Verantwortung verlangen. Auch sie werden älter und haben ihre Probleme, sie gehören zur Familie und müssen auch über den Tod des ursprünglichen Besitzers hinaus betreut werden. Ob diese wichtigen Botschaften beabsichtigt sind, weiß ich nicht, aber ich finde sie wichtig.
Schön finde ich, die sich die Beziehung von June und Nick entwickelt. Langsam und bedächtig, aber dafür tiefer und intensiver. Richtig witzig finde ich die Idee, dass Nick ihr die spicy Szenen aus den Büchern vorliest, denn ein Mann mit einer entsprechenden Stimme macht das ganze doch noch einmal viel aufregender als es selbst zu lesen. Dennoch ging mir der Spice in der eigentlichen Geschichte dann doch etwas zu schnell.
Die Charaktere sind für mich gut und nachvollziehbar dargestellt. Der Leser lernt sie Stück für Stück kennen und erfährt immer mehr über ihre Vergangenheit, wobei der Knackpunkt bei June für ihre Panikattacken zu kurz kam. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich wirklich alles weiß, was damals passiert ist. Irgendwie wurde immer mal was dazu gesagt, aber es fühlt sich nicht vollständig an.
Obwohl es keine Sports-Romance ist erfahren wir etwas über Profisportler und ihr Leben, sowohl das positive als auch das negative und das völlig objektiv bzw. aus der Sicht von Nick. Aber nicht so emotional, dass man es als übertrieben ansieht.
Die Geschichte ist in sich schlüssig, der Schreibstil flüssig und es ist ein absoluter Wohlfühlroman. Die Hörbuchstimmen haben mir ein paar sehr angenehme Stunden Hörvergnügen bereitet und ich hätte auch weiter zu hören können.





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