von Anna Augustin

Das Cover ist nicht nur optisch sehr hübsch, die Schneeflocken glitzern auch etwas im Licht und sind erhaben, sodass man das Cover auch richtig fühlen kann.

Die Geschichte beginnt total niedlich, wenn man Tiere mag und nimmt dann rasant eine krasse Wendung, die zeigt, wie schnell ein harmonisches Bild kippen kann, wie wichtig Kommunikation ist und was das Internet anrichten kann.

Interessant finde ich die Flucht dorthin, wo es kein Internet und keinen alltäglichen Luxus gibt. Das sollte vielleicht dem einen oder anderen einmal zu denken geben, was wir alles haben und das es nicht überall selbstverständlich ist. Schmunzeln musste ich, als Amber bei ihrer Ankunft im Nirgendwo ihr Handy benutzen will, nur um festzustellen, dass es ja kein Netz hat.

Die Chemie zwischen ihr und Luke hat mir richtig gut gefallen und lässt es zwischen den Seiten immer wieder knistern. Dennoch spürt man auch die Angst der beiden, sich auf jemanden einzulassen und ihm alles anzuvertrauen. Die ganzen Geheimnisse sind etwas viel, aber so wird die Geschichte spannender und man fragt sich die ganze Zeit, wann alles herauskommt. Hin und wieder hätte ich die beiden auch gerne einmal angeschrien, um zu fragen, warum sie sich so viel verheimlichen, aber da beide ihre Probleme mit dem Vertrauen haben, kann man es auch wieder nachvollziehen.

Auch so trägt nicht jeder Mensch sein Herz auf der Zunge und verrät gleich alles über sich. Ich habe mich gefragt, wie oft so etwas wohl im echten Leben passiert, dass jemand sich verstellt und alles mit sich selbst ausmacht, ohne, dass es jemand merkt.

Ich habe viel gelesen, dass das Buch ein Wohlfühlroman ist, für mich ist es aber auch ein Buch zum Nachdenken und Hinterfragen. Die Landschaft in Churchill muss traumhaft sein und weckt den Wunsch, dort trotz der Kälte einmal selbst Urlaub zu machen.


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2 Antworten zu „Kiss me under the Winter Lights“

  1. Ich glaube, dass viele Menschen die meisten Dinge mit sich selbst ausmachen – und das Umfeld es nicht bemerkt.

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    1. Ja, das glaube ich auch.

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