von Mounia Jayawanth

Wow, was für ein toller Roman mit so viel Tiefgang, Selbsterkenntnis und Wissensvermittlung, der sich dennoch gut liest und spannend bleibt.

Zunächst geht es nach Marokko. Ein Land, in dem ich noch nie wahr, dessen Umgebung, Traditionen, Bräuche etc. in kurzer Form lebendig dargestellt werden, dass man sich sofort hineinversetzt fühlt in dieses Land. Eine tolle Idee, dass sich die Hauptprotagonistin Neyla selbst fremd dort vorkommt und sich von ihrem Cousin alles erklären lassen muss. So bekommt man es selbst erklärt und weiß, wo die Unterschiede liegen und teilweise auch, vorher sie kommen.

Der Klappentext klingt wie eine schöne Liebesgeschichte unter der Sonne Marokkos, aber das ist dieses Buch nicht im Geringsten. Nayla und auch Adam zeigen, wie viele Probleme Kinder aus „zwei Welten“ haben können und wie sie sich fühlen. Hinzu kommt, dass beide nur bei einem Elternteil leben. Durch die „Hobbypsychologie“ kann der Leser so viel erfahren über psychische Erkrankungen, Denkmuster u. v. m.

Obwohl das Buch so viele gravierende, gesellschaftliche Probleme aufgreift, wird es nicht langweilig, sondern bleibt spannend, weil man sich ein glückliches Leben für Nayla wünscht, die den Tod ihrer Mutter nie verarbeitet zu haben scheint.

Ich glaube, dass man von diesem Buch viel lernen kann, dass es aber auch schwer zu lesen ist, gerade für Jugendliche, die vielleicht selbst einen Elternteil verloren haben, weil man so sehr mit Nayla mitfühlen kann.

Mich hat die Autorin total in die Geschichte gezogen, sodass ich alles um mich herum vergessen habe und ich freue mich darauf, mehr von ihr zu lesen.


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