von Sylvia Kaml
Die Geschichte spielt zwar im Rahmen eines Lebens einer Dämonin, doch sie spielt viel in der Menschenwelt, aber auch in der Zwischenwelt, der Welt der Engel und in der Welt der Dämonen.
Schon zu Beginn wird deutlich, wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt über die Grenzen der Familien (hier Clans) ist. Interessant finde ich, dass hier immer die Älteren für die Jüngeren verantwortlich zu sein scheinen. Diese Dynamik sieht man oft bei Familien mit mehreren Kindern. Auch hier sollen die älteren Geschwister häufig Rücksicht auf die jüngeren Geschwister nehmen und sich um sie kümmern.
Der Ansatz hier für Dämonen und Engel ist ein anderer als er sonst ist. Engel sind nicht von Gott geschaffen und Dämonen nicht automatisch böse, sondern es wurde so angenommen. So zeigen sich auf beiden Seiten auch gute und schlechte Eigenschaften und insbesondere die Hauptprotagonisten hat immer mehr Zweifel an dieser Zuordnung. Die Zweifel zeigen, wie eingefahren die Weltsicht sein kann und das man seine Meinung auch noch einmal überdenken darf und auch hin und wieder sollte.
Für meinen Geschmack waren die einzelnen Kapitel zu lang. Natürlich kann man auch pausieren, aber gerade bei Hörbüchern finde ich es immer schwierig, mitten im Track zu pausieren und die richtige Stelle später wieder zu finden.
Am Ende gibt es einen Ausblick in die weitere Geschichte, die interessant klingt. Ob ich sie hören werde, weiß ich noch nicht, was aber wirklich nur an der Länge der Kapitel und nicht am Inhalt der Geschichte hängt.
Die Geschichte bisher ist interessant und gesellschaftskritisch. Im zweiten Teil würde ich mir noch etwas mehr Hintergrundwissen wünschen, wer genau die Einteilung der Welten vorgenommen hat und die Energiebarriere errichtet hat.






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