von Josefine Weiss

Das Buch ist wirklich schwere Kost, finde ich, was nicht unbedingt am Schreibstil, sondern eher am Inhalt des Buches liegt. Es geht um zwei Menschen, die ein Herzleiden haben und ein neues Herz brauchen. Noch sind sie aber beide zu gesund, um eine Priorität auf der Transplantationsliste zu haben.

Während Maja schon mit dem Herzfehler geboren wurde und einen unerschütterlichen Optimismus an den Tag legt, ist Ben erst später erkrankt und scheint nur so von Pessimismus getrieben zu sein. So unterschiedlich die beiden auch sind, so schön ist die Entwicklung mit anzusehen, die die beiden durchmachen, als sie beschlossen haben, Freunde zu werden.

Durch das ganze Buch hindurch fühlt man jedoch das ungute Gefühl, dass es nicht beide Hauptprotagonisten schaffen werden, ein passendes Herz zu erhalten und einer oder sogar beide sterben werden. Die Spannung ist sehr gut aufgebaut und man hofft und bangt mit jeder Seite, die man umblättert.

Schön finde ich, wie man alle Seiten einer derartigen Geschichte gespiegelt bekommt durch das Umfeld von Maja und Ben, denn bei einer derartigen Krankheit sind nicht nur die Personen selbst betroffen, sondern auch ihre Familien, Freunde und sogar Kollegen. Es wird gezeigt, wie man mit der Situation umgehen kann und dass es auch für die Betroffenen unterschiedlich sein kann, wie man den Umgang anderer mit der Erkrankung wünscht.

Das Thema ist traurig und wird nur durch den fast unerschütterlichen Optimismus von Maja und nachher auch Ben erträglich.


Entdecke mehr von Die Schreibwerkstatt

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Hinterlasse einen Kommentar

Angesagt