von Kyra Groh

Leider konnte ich das große Buch von der Frankfurter @Buchmesse nicht mitnehmen, sonst hätte ich sicher das getan, aber so blieb es bei dem kleinen mit dem tollen Farbschnitt. Eines der letzten habe ich mitgenommen und gehofft, die Autorin noch auf der Messe zu treffen, um eine Widmung zu erhalten. Leider habe ich es nicht geschafft, aber das schöne Buch durfte trotzdem mit zu mir.

Inhalt:

Eigentlich ist Jude nur für die Hochzeit ihrer Schwester in ihre Heimat zurückgekehrt. Denn das englische Örtchen steht für alles, was die rastlose 26-Jährige hasst: Beständigkeit, Gemütlichkeit und Kleinstadt-Gossip.

In Lower Whilby angekommen geht jedoch alles drunter und drüber. Und das hat vor allem mit James zu tun. Der grummelige Barista ist der Sohn legendärer Brit Pop-Stars, ziemlich attraktiv – und überhaupt nicht erfreut darüber, dass Jude ihn für ihren Musikpodcast ausquetschen will. Als er Jude aus der Not heraus in seinem Café anstellt, geht sie ihm nicht nur auf die Nerven. Sondern auch nicht mehr aus dem Kopf. Doch kann Jude, die ihr ganzes Leben schon auf der Flucht vor ihren Gefühlen ist, für ihn zur Ruhe kommen?

Meinung:

Ein absolutes Flaschback zu Gilmore Girls, insbesondere das Outfit und der Charakter von James erinnern so sehr an Luke von den Gilmore Girls, dass ich ihn die ganze Zeit vor Augen hatte.

Doch auch das kleine Dorf kann ich mir durch die Beschreibungen gut vorstellen und würde es gerne besuchen, wenn es das Dorf denn wirklich gäbe.

Die Charactere sind schön beschrieben, haben tiefe und machen eine Entwicklung durch, was insbesondere mit Blick auf das Alter der Charaktere sehr gut passt. Die kleine Rebellin Jude habe ich gleich in mein Herz geschlossen. Dass sie nicht einfach so mit ihrem Rucksack durch die Welt reist und jede Bezeihung torpediert, war mir klar, doch was wirklich dahinter steckt ist harter Toback. Wer jedoch selbst auf dem Land in einem kleinen Dorf lebt weiß, wie es in einem Dorf (nicht nur in England) sein kann, wenn man anders ist und nicht in das vorgefertigte Leben passt. Interessant finde ich daher das Verhalten gegenüber Penn. Es wird deutlich gezeigt, dass nicht alle gleich behandelt werden.

Zwischen Lachen, weinen und knisternder Leidenschaft wird immer wieder eine kleine Gesellschaftskritik eingebaut, die auf viele Bereiche angewendet werden kann. James hingegen zeigt deutlich, welche Nachteile es haben kann, wenn man mit Ruhm und Berühmtheit aufgewachsen ist.

Ich bin gespannt, ob wir im nächsten Teil mehr erfahren über Jude und Olive, auch wenn dort hoffentlich Nore endlich ihr Glück finden wird.

Es bleibt aber auf jeden Fall spannend in Lower Whilby.


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