von Sophia Chase

Für mich ist es eine Geschichte mit zwei Handlungssträngen. Einmal geht es um den Tod an einer jungen Mutter und einmal die Liebesgeschichte zwischen Harry und Jodie. 

Der Autorin gelingt es durch das stilistische Mittel eines Tagebuches, den Charakter und die Gedankengänge der Toten aufzuzeigen. Hier wird insbesondere deutlich, wie schwer das Leben der Toten bereits als Kind war und spielt damit der Theorie des Selbstmordes in die Hände. Für mich war von Anfang an diese Theorie nicht einleuchtend, da die Augen weit aufgerissen waren und nicht geschlossen, doch welche Theorie stimmt, wird erst auf den aller letzten Seiten aufgeklärt. was die Geschichte unglaublich spannend macht. Außerdem hätte ich mit dieser Wendung nicht gerechnet. Das Ende kommt sehr abrupt und viele meiner Fragen bleiben unbeantwortet. Ich hoffe, dass der nächste Teil die offenen Fragen klärt. 

Im Gegensatz zu dem Gefühlsleben der Toten ist das Gefühlsleben von Harry und Jodie für mich nicht ganz nachvollziehbar immer etwas zu wenig in die Tiefe. Man kann sich so viel zusammenreimen, aber so wirklich nachvollziehen kann ich vieles nicht, was wirklich schade ist, denn man hätte mehr daraus machen können. 

Dafür werden viele andere Themen aufgeworfen, über die man nachdenken kann, wenn man es möchte, wie zum Beispiel der gesellschaftliche Druck, der Zusammenhalt in der Familie, psychische Probleme. Es wird auch die Entwicklung der Gesellschaft von der Zeit, in der Frauen nur Hausfrau und Mutter sein sollten zur heutigen Zeit aufgezeigt und die Probleme der damaligen Zeit noch einmal verdeutlich.

Ein spannender Roman, der noch mehr an Tiefe hätte gewinnen können, sich aber dennoch gut liest, sodass ich auf jeden Fall Teil 2 lesen werde.  


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Eine Antwort zu „Hidden Shadows”.

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