von Alexandra Zöbeli
Das Hörbuch ist unterhaltsam, aber nach dem Titel habe ich mir mehr Humor versprochen. Zwar geht es grob darum, dass eine Stadtpflanze auf´s Land zieht, aber es sind wenige Begegnungen, die wirklich zum Lachen und stereotypisch sind. Im Vordergrund steht die vermeintliche Krebserkrankung von Tess. Ein wichtiges Thema, welches auch wirklich gut dargestellt wurde. Insbesondere auch, wie es den Angehörigen geht und wie man damit leben möchte. Ich hatte nur etwas Anderes erwartet.
Es ist keine leichte Liebesgeschichte, sondern eine sehr tiefgründige Geschichte mit einem inneren Kampf, der so gut dargestellt ist, dass man ihn sehr gut nachvollziehen kann. Man spürt, wie sehr es Tess belastet und kann ihre Angst sehr gut nachvollziehen. Doch immer wieder denke ich: Warum macht sie nicht die Untersuchung. Bei allem Verständnis, bin ich voll zu pragmatisch.
Auch die anderen Figuren sind gut beschrieben und der Schreibstil lässt einen flüssig durch die Geschichte gleiten. Gerne würde ich auch in der Nachbarschaft wohnen, die augenscheinlich bei allen Widrigkeiten zusammenhält. Weniger erfahren wir über Gregg und sein Leben auf dem Land. Gerne hätte ich ihn besser kennengelernt, aber er – wie viele andere – bleibt eher oberflächlich.
Bei einer Empfehlung bin ich zwiegespalten, denn es ist keine lustige und leichte Sommerlektüre, aber sie ist nur auf Tess bezogen wirklich tiefgründig, nicht auf die anderen Personen.
Das Hörbuch ist angenehm im Ohr.





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